Mangbetu's Basenji

"Der Basenji macht nie etwas einfach nur so ..., alles und jedes hat seinen Sinn oder Grund."

Rasse


Der Basenji (auch Congo-Terrier) ist eine der ältesten von der FCI (Nr. 43, Gr. 5, Sek. 6) anerkannten Hunderassen!


Herkunft und Geschichtliches


Der Basenji zählt zu den urtümlichen Hunden, den Pariahunden* bzw. Schensihunden. Basenjis können durchaus bellen, dieses Bellen ist aber einsilbig, nicht so melodisch und wird nur selten gebraucht; darin ähneln sie den Wölfen, auch sind seine Instinkte noch sehr stark ausgeprägt (wie bei Wölfen). Es wird angenommen, dass er entweder vom ägyptischem Tesem abstammt oder von dessen Vorfahren. Das Erscheinungsbild ist jedenfalls dem des Tesem sehr ähnlich. Als Geschenk der Untertanen aus dem Gebiet der Nilquellen soll er vor 4000 Jahren in die Hände der ägyptischen Pharaonen gekommen sein. Der Name Basenji stammt aus der Bantu und bedeutet ungefähr: „kleines wildes Ding aus dem Busch“, was in der Lautsprache der Pygmäen wie „Basenschi“ klingt.

Abbildung aus dem Grab Antefas II. (ca. 2300 v. Chr.)

 

   ¬ ägypt. Tesem     

           


Basenji ®


* Dabei handelt es sich um primitive Haushunde aus den tropischen Gebieten rund um die Erde, denen zwar erlaubt wurde innerhalb der menschlichen Siedlungen zu leben, die aber nicht gefüttert wurde und sich selbst durchbringen mussten. So ernährten sie sich nicht nur von selbst gejagtem Wild, sondern auch von menschlichen Abfällen und von Aas. 





Als Tributzahlung wurden dem Pharao in Form von Hyänen (oben) auch Jagdhunde überbracht, so ist neben den stehohrigen Tesems ein hängeohriger Laufhund zu sehen. 5. Dynastie.

Zeichnungen dieses Hundetypes wurden in ägyptischen Pyramiden gefunden. Nachdem die ägyptische Hochkultur versank, nahmen sich einzelne Stämme im ganzen Kongo diesen Hunden an. Und auch heute  jagen und leben die Basenjis noch mit den Pygmäen im Regenwald, da diese Hunde nicht nur ein sehr scharfes Auge haben, sondern auch auf eine Entfernung von 80m wittern können. Zudem ist der Basenji ein stummer Jäger, weswegen man ihm häufig eine kleine Glocke umhängte.


1868/71 entdeckte der deutsche Afrikaforscher Georg Schweinfurth, ihm auffallende Hunde im Gebiet Bahr-el-Ghasal (Südsudan - Tschad) als Jagdhelfer bei den Niam-Niam, Azande und Mangbetu, im Herzen von Afrika. Die Basenjis wurden mit nach Europa gebracht, um dort eine eigene Zucht zu beginnen.


Leider erlagen die ersten Exemplare der Staupe, da die Basenjis keine natürlichen Abwehrkräfte gegen diese Krankheit hatten.  

      

Erst im Jahre 1937 gelang der englischen Züchterin Mrs. Burn mit dem im Jahre zuvor aus dem Kongo importierten Zuchtpaar “Bongo of Blean” und “Bokoto of Blean” der erste in England gezeugte Basenji - Wurf. Auch war es Mrs. Burn zu verdanken, dass der Basenji seinen heutigen Namen erhielt. Als die Jungtiere dann im gleichen Jahr zum ersten Mal ausgestellt wurden, war der Andrang des Publikums so groß, dass die Polizei eingesetzt werden musste, um die neugierigen Massen an den Boxen mit den Basenjis vorbei zu leiten. Deshalb ist die Zuchtgeschichte des Basenjis in Europa nur kurz. Wahrscheinlich gilt er deshalb als besonders gesund im Vergleich mit europäischen Rassen.

      

In den USA gelang die erfolgreiche Zucht erst seit 1941 und bereits 1943 erkannte der AKC den Basenji als eigenständige Rasse an.


Noch heute werden hin und wieder Basenjis aus Afrika importiert um so den kleinen Genpool aufzufrischen mit dem Ziel genetisch-bedingte Erkrankungen bzw. Risiken zu minimieren.

      

Kurze Rassebeschreibung

      

Der Basenji ähnelt dem Spitz (ein Hund mit spitzer Schnauze) und seine Widerristhöhe beträgt 40–43 cm. Er ist ca. 9 - 11 kg schwer. Das Haar ist kurz, glänzend, dicht und sehr fein. Es gibt ihn in den Farben rein schwarz und weiß; rotbraun und weiß; tricolor (= schwarz, lohfarben und weiß mit lohfarbenen kleinen Abzeichen über den Augen) und brindle (= gestromt: schwarze Streifen auf rotbraunem Grund). Vom Hals bis zur Brust befindet sich eine weiße Fläche. Der Schwanz ist immer nach links gedreht und am Ende ist eine kleine weiße Spitze. Statt zu bellen ist eine Art Jodeln für ihn typisch (siehe Video unten), auch die Pfoten werden zur Kommunikation benutzt. Er ist reinlich, selbständig, ausgeglichen, lebhaft und intelligent. Fremden gegenüber bleibt er meist verschlossen. Die Hündinnen dieser Rasse werden nur einmal im Jahr läufig.      

Haltung


Diese Tiere sind ausgesprochen reinlich, riechen nicht, verlieren kaum Haare und verlangen nur sehr wenig Pflege. Da Basenjis relativ kälteempfindlich sind, sollten sie im Haus oder in der Wohnung gehalten werden. Basenjis benötigen sehr viel Auslauf und Beschäftigung, vor allem wenn man den Basenji in der Stadt hält, tut man das nicht, wird er sich eine eigene Beschäftigung suchen und das kann nicht selten in Zerstörungswut ausarten. Diese Rasse verlangt dem Halter einiges an „Hundeverstand“ ab.


Ein Basenji ist nicht für "Jedermann" geeignet,  

      

denn, wenn man ihn zu streng behandelt, wird er sehr schnell scheu und eigensinnig. Basenjis fühlen sich unter ihresgleichen sehr wohl, wenn er aber ausreichend Aufmerksamkeit, Zuwendung und Beschäftigung durch seine menschliche Familie erhält, kann er sich auch damit sehr gut arrangieren.

      

Das Wesen dieser Rasse lässt sich am besten folgendermaßen beschreiben: Im gewohnten Umfeld ( z. B. in der Wohnung ) sind Basenjis grundsätzlich gelassen, verfolgen das Geschehen aber stets aufmerksam, um sofort auf dem Sprung zu sein, wenn sich etwas Interessantes ankündigt. Im Freien entfaltet sich ihr volles Temperament. Dann lieben sie es, zu rennen, und lassen sich kaum durch etwas von ihren aktuellen „Plänen“ abhalten. Basenjis sind recht dickköpfig und versuchen meist, ihre eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu schieben. In jedem Fall gelingt die Erziehung nur auf der Basis einer ausgesprochen starken Vertrauensbeziehung zu seinem Menschen, sowie einer stabilen und klaren Rangordnung. Für die Erziehung muss man, besonders in den ersten Jahren, viel Zeit einplanen und sehr viel Geduld mitbringen.

      

 Video


Bei "AnimalPlanetTV" wird sehr eindrucksvoll die Rasse Basenji vorgestellt bzw. zusammengefasst - leider nur in Englisch. Hier werden unter anderem auch die Lautäußerungen, das Jodeln der Basenjis gezeigt - also Ton an.